Seit Jahren ist der Bereich des Sozialen Lernens fester Bestandteil der Arbeit an der Hauptschule Norden. Auf unterschiedlichen Ebenen werden soziale Kompetenzen trainiert und weiterentwickelt. In den unteren Jahrgangsstufen werden spezielle sogenannte "Sozial Trainings" angeboten. Voraussetzung ist neben der Mitarbeit aller beteiligten Personen auch eine kontinuierliche Umsetzung des Trainings. Der Zeitraum ist abhängig von den Möglichkeiten und den Zielformulierungen für die Unterrrichtseinheiten. Das Sozial-Kompetenzen-Training läuft regelmäßig und über einen längeren Zeitraum ab. Die Abläufe in den Einheiten werden ritualisiert, d.h. es entsteht ein verlässlicher Ablauf, auf den sich alle Beteiligten einstellen können. Dieser wird in den Schulalltag integriert. Alle Beteiligten nehmen an der Entwicklung des Trainings teil. Die Übungen und Inhalte werden auf die Bedürfnisse der Klassen abgestimmt. Das Training ist ein Prozess innerhalb der Gruppe und bei einzelnen Schülerinnen und Schülern, welcher von den Trainern und den Lehrkräften begleitet wird.
Gemeinsam wird an folgenden Grobzielen gearbeitet:
Differenzierte Soziale Wahrnehmung
Wahrnehmen der eigenen und anderer Personen
Wahrnehmen von Körpersignalen als Kommunikationsmittel
Erkennen und Äußern von Gefühlen
Erkennen und Ausdrücken eigener Gefühle
Gefühle anderer verstehen und sich in sie hineinversetzen
Umgang mit dem Ärger eines anderen
Stimmungen ausdrücken
Mit Angst umgehen und sich selber belohnen
Angemessene Selbstbehauptung
Stärkung des Selbstwertgefühls
Gefühle, insbesondere Ärger und Wut bei Konflikten, angemessen äußern
Nein-Sagen
Kontakte herstellen und aufrechterhalten
den eigenen Standpunkt verteidigen und angemessen Kritik äiußern
Kooperation
Fähigkeiten entwickeln zur flexiblen Konfliktlösung
Entwicklung von Teamfähigkeit
Entwicklung von Kommunikationsfähigkeiten
Einfühlungsvermögen
Perspektivwechsel
Vermögen, sich in andere hineinzuversetzen
Mit dem Sozial-Kompetenzen-Training werden Schülerinnen und Schüler im einzelnen gefördert und gestärkt. Es entwickelt sich in den Klassen ein Gruppenprozess. Durch gegenseitige Akzeptanz und das Sehen der eigenen Stärken und Schwächen werden Konflikte entspannt bzw. konstruktiv gelöst. Die Trainingseinheiten sind als Initiierung und Unterstützung von Entwicklungsprozessen zu sehen. Der Transfer der handlungsorientierten Übungen in den Schulalltag wird unterstützt, so dass Absprachen über die Trainingssituation hinaus Gültigkeit haben.
Arbeitsschwerpunkte und Inhalte:
Als Feinziele des Sozial-Kompetenzen-Trainings kann man folgende Arbeitsschwerpunkte sehen:
Stärken der Klassengemeinschaft
Klassenregeln / Regeln für das Sozial-Kompetenzen-Training
Kontakt- und Kennenlernübungen
Verantwortung in der Klasse / Schule
Selbstwahrnehmung / Fremdwahrnehmung
Stärken und Schwächen
Akzeptanz
Körperwahrnehmung / Körperbewusstsein
Gesundheit
Umgang mit Gefühlen
Grenzen
Nähe / Distanz
Kommunikation
aktives Zuhören
verbale und nonverbale Kommmunikation
Ich- und Du-Botschaften
Botschaften einer Nachricht
Konflikte
Konfliktwahrnehmung
Konfliktdefinition
Umgang mit Konflikten
Konstruktive Konfliktlösung
Kooperation
Voraussetzungen für Zusammenarbeit
Vertrauen
Aktive Gestaltung
Zum Erreichen der Feinziele wird in den Klassen mit unterschiedlichen Elementen aus den Bereichen des handlungsorientierten Lernens gearbeitet. Durch Rollenspiele und Kooperationsübungen werden Prozesse in der Gruppe initiiert und durch Trainer begleitet. Die Übungen orientieren sich an der Gruppe / Klasse. Es werden in einzelnen Übungen immer mehrere Bereiche der Feinziele angesprochen. Der Schwerpunkt liegt in der verbalen und nonverbalen Kommunikation. Die Trainings finden immer in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Klassenleherinnen und Klassenlehrern statt.
Zu besonderen Themen, wie z.B. Gewalt in der Klasse, Mobbing oder Arbeitsverhalten werden mit den Klasssen gemeinsame Kurzzeittrainings durchgeführt.