Im Verlauf der Schuljahre 8 bis 10 werden von den Schülerinnen und Schülern mehrere 14tägige Betriebspraktika absolviert. Praktika dürfen nur in solchen Betrieben durchgeführt werden, in denen auch ausgebildet werden kann. Die Schülerinnen und Schüler suchen sich in der Regel ihren Betrieb selbst und führen die Verhandlungen selbstständig. Die Lehrkräfte sind beratend tätig. Der Zeitpunkt der Betriebspraktika wird jeweils frühzeitig für alle Schulen im Umkreis festgelegt, um Überschneidungen zu vermeiden.
Stufe 8
Das 1. Betriebspraktikum zu Beginn des 8. Schuljahres dient einer ersten Orientierung in einem Betrieb. Die Vorbereitung ist besonders intensiv. Dem sorgfältigen Anlegen einer Praktikumsmappe [49 KB]
wird großer Wert beigemessen, um die Jugendlichen auf das Führen von Berichtsheften während der Ausbildungszeit vorzubereiten. Alle Aufgaben, die in der Praktikumsmappe verlangt werden, werden zuvor im Deutsch- und Wirtschaftsunterricht geübt. Nach den Osterferien folgt das 2. Praktikum.
Stufe 9
Vor den Herbstferien absolvieren die Schülerinnen und Schülerinnen im 9. Schuljahr ihr 3. Praktikum. Grundsätzlich sollen sie einen anderen Betrieb und einen anderen Beruf erkunden als im vorhergehenden Praktikum, um sich alternativ zu informieren und später Vergleiche ziehen zu können (Praktikumsmappe wie vor). Nach dem 3. Betriebspraktikum wird eine Praktikumsausstellung organisiert. Dazu werden während des Praktikums in den Betrieben Informationsmaterialien gesammelt. Jeder Jugendliche stellt auf einem Plakat 'seinen' Beruf vor und demonstriert typische Tätigkeiten. Werkzeuge, Werkstoffe, Arbeitskleidung usw. werden gerne von den Betrieben zur Verfügung gestellt. Die Praktikumsmappen werden ausgelegt. Nach den Osterferien folgt das 4. Betriebspraktikum.
Ziele der Praktikumsausstellung:
Die ausstellenden Schülerinnen und Schüler informieren sich gegenseitig intensiv über verschiedene Berufe.
Die Ausstellung ist eine erste Orientierung für die Schülerinnen und Schüler der nachfolgenden Stufe.
Es werden Vertreter der Betriebe und der Berufsberater eingeladen; daraus ergeben sich weitere Kontakte und eine Öffnung der Schule nach außen.
Die Eltern erhalten einen Einblick in verschiedene Ausbildungsberufe und in das Schulleben.
Ein Bericht in der örtlichen Presse fördert eine positive Identifikation der Schülerinnen und Schüler mit ihrer Schule und stärkt das Bild der Hauptschule in der Öffentlichkeit.