Am Anfang stand die Idee, in der Hauptschule einen Freizeit- und Begegnungsraum für die Schülerinnen und Schüler zu schaffen, weil es für sie bislang in den Pausen oder Freistunden nur die Möglichkeit gab, sich auf den Fluren aufzuhalten. Als Raum stand das leerstehende ehemalige Fotolabor zur Verfügung.
Die selbstgebaute Verkaufstheke
Konzept
Ab April 2000 wurde in Zusammenarbeit mit drei Sozialpädagogik-Studenten der Fachhochschule Oldenburg/Ostfriesland/Wilhelmshaven ein Konzept entwickelt. Die Internationale Teestube ist ein unterrichtsfreier Raum, gewaltfreies Miteinander und ein pfleglicher Umgang mit der Einrichtung sind oberstes Gebot. Im Rahmen der Präventionsarbeit ist die Teestube eine Begegnungs- und Kennenlernstätte für Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Nationalitäten und Kulturen. Einmal im Monat findet ein "Internationaler Nachmittag" statt, bei dem Schüler wechselnder Nationen landeskundliche Informationen, landesübliche Gerichte und Musik vorstellen. Bei Jugendlichen aus über 30 Nationen in der Hauptschule dienen diese Nachmittage dem Abbau von Vorurteilen und Hemmnissen gegenüber Fremden.
Die Teestube ist in den großen Pausen und in der 5. und 6. Stunde sowie während der Nachmittagsangebote geöffnet und wird von einer Sozialpädagogin und ehrenamtlichen Mitarbeitern betreut.
Unterhaltungsmöglichkeiten bieten ein Billiardtisch, ein elektronisches Dartspiel, ein Kicker und eine Musikanlage. Außerdem können die Besucher belegte Brötchen und Getränke erwerben.
Einrichtung
In Zusammenarbeit mit Schülerinnen und Schülern wurde der Raum gestrichen, Bilder wurden angefertigt und im Raum aufgehängt. Die Schüler stellten Lampenschirme selbst her und bauten und installierten eine Verkaufstheke. Im Werkunterricht wurden stabile Sitzgruppen angefertigt.
Robuste selbstgebaute Sitzgelegenheiten
Finanzierung
Finanzielle Unterstützung erhielt das Projekt durch das Modellprojekt LOS "Lokales Kapital für soziale Zwecke", einer gemeinsamen Initiative der ländlichen Erwachsenenbildung in Niedersachsen, der Bezirksregierung Weser-Ems und allen Kommunen im Regierungsbezirk Weser-Ems mit Unterstützung der EU im Rahmen des Europäischen Sozialfonds. Mit deren Hilfe konnten notwendige Umbauten und Installationen finanziert und Material für die Einrichtung eingekauft werden.