Hauptschule Norden

An der Wildbahn 30 a

26506 Norden

Tel. 04931/12068

 

 

 

 

 

 

LERNEN-LEHREN-LEBEN

 

        Das Konzept der Hauptschule Norden beinhaltet verschiedene

        Arbeitsrichtungen zur Förderung eines Schullebens, durch das  

        LERNEN und LEHREN im Alltag erleichtert werden.

 

        Schlagwörter wie Beratungsnetzwerke, Konstruktive 

        Konfliktlösungen, Mediation, ProSoziales Klima werden in der 

Hauptschule Norden täglich mit Inhalt gefüllt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

I. Die Hauptschule Norden, als Schule im sozialen Brennpunkt,

stellt sich  vor:  

 

Ä     einzige HS in Norden (Norden 26 000 Einw., in strukturschwacher Gegend, aufstrebende Tourismusindustrie, hohe Arbeitslosigkeit)

 

Ä     ca. 30 % SchülerInnen mit Migrationshintergrund, SchülerInnen aus  31 Nationen besuchen bzw. besuchten bisher die Hauptschule Norden

 

Ä     ca. 50 % der SchülerInnen haben in der Grundschule eine Klasse wiederholt oder in anderer Form eine negative Schulgeschichte hinter sich

 

Ä     ein Drittel der Elternschaft ist von Arbeitslosigkeit betroffen, ein Drittel der Elternschaft bezieht Sozialhilfe, ein Drittel  der SchülerInnen lebt nur bei der Mutter oder nur beim Vater

 

 

II. Die Ausgangssituation der Hauptschule Norden Ende der 80er Jahre

 

Ä     Gesellschaftliche und arbeitsmarktpolitische Veränderungen führten Ende der 80er Jahre  zu einer veränderten Ausgangssituation für die Arbeit an der Hauptschule.

 

Ä     Unterricht wurde zunehmend schwieriger, Unterrichtsstörungen traten vermehrter und massiver auf.

 

Ä     Die Zahl der  SchülerInnen mit bestimmten Auffälligkeiten (motorische Unruhe, Unkonzentriertheit, Lernunlust, Aggressionen, Leistungsschwächen, Schulabsentismus) stieg an.

 

Ä     Die Belastungen im Schulalltag für Lehrer und  Lehrerin nahm erheblich zu.

 

Ä     Sozialpädagogische Arbeit wurde als dringend notwendig angesehen, um in den Klassen eine Lernatmosphäre herzustellen, in der jede/r zu seinem Recht kommt.

 

 

In vielen Gesprächen ist dem Kollegium  klar geworden:

Wir müssen aktiv werden!!

 

 

 

III. Unser Ziel

 

 

Ä     Die SchülerInnen erhalten eine umfassende Grundbildung.

 

Ä     Die SchülerInnen lernen selbstständig zu lernen.

 

Ä     Wir holen die SchülerInnen da ab, wo sie stehen.

 

Ä     Wir erkennen Stärken der SchülerInnen und bauen diese aus.

 

Ä     Wir schaffen eine angstfreie und vertrauensvolle Atmosphäre des Lernens.

 

Ä     Es ist uns wichtig, dass LehrerInnen viel Zeit für Probleme und Bedürfnisse der SchülerInnen haben und unterstützend wirken.

 

Ä     Die Probleme des Schulalltages können nur in Zusammenarbeit mit den Schülerinnen, den Eltern und verschiedenen Institutionen gelöst werden.

 

Ä     Unsere Schule ist offen für wirtschaftliche und kulturelle Institutionen aus der Region.

 

 

IV. Unser Weg

 

Wir brauchen Steine zum Wege pflastern.

 

Einige sind schon da:

 

Grundsteine / Verständnis:

 

Ä     Verantwortung tragen alle  /  jede/r

Ä     Wir haben das „Klassenlehrerprinzip“

Ä     Epochaler Unterricht

Ä     Die Schulleitung arbeitet transparent

Ä     Die LehrerInnen arbeiten transparent

 

Um den  Weg gemeinsam weiter zu bauen, brauchen wir neue Bausteine und vor allem einen Plan:

 

 

Der Plan wird gemeinsam in geschaffenen Räumen erarbeitet, z. B.  in:

 

Ä     Monatlichen Dienstbesprechungen

Ä     Pädagogischen Konferenzen

Ä     Arbeitsgruppen

Ä     Schulinterne Lehrerfortbildungen

 

Der Weg nimmt Formen an.

 

Bausteine wurden entwickelt:

 

Ä     Außerunterrichtliche Bausteine am Vormittag:

·        Teestube in den Pausen

·        Schachspiel in den Pausen

·        Pausendisco durch die Schülervertretung

·        Büchereinutzung in den Pausen

·        Computernutzung in den Pausen

·        Lernwerkstatt / Intranet

·        Beratung

·        Streitschlichtung

·        VertrauensschülerInnen

 

Ä     Außerunterrichtliche Bausteine am Nachmittag

·        schulformübergreifende (Hauptschule und Förderschule) freiwillige Arbeitsgemeinschaften mit

·        gemeinsamen Mittagessen

 

Ä     Unterrichtliche Bausteine

·        Sozialtraining

·        Fördermaßnahmen

·        Interventionsmaßnahmen

 

Ä     Baustein Lehrerfortbildungen

 

Ä     Baustein Beratung

·        Beratungslehrerin

·        Sozialpädagogen / PRINT

·        Jugendsprechstunde

·        Helferkonferenz

·        Beratung durch externe Fachleute

·         

Ä     Baustein Öffnung der Schule

·        Zusammenarbeit mit Institutionen der Jugendhilfe

·        Zusammenarbeit mit der Wirtschaft, der Kommune und dem Arbeitsamt

 

 

Ä     Baustein Prävention- und Intergrationsprojekt (PRINT)

 

Ä     Baustein unterrichtliche Berufsqualifizierungsmaßnahmen

·        2-3 Schülerbetriebspraktika

·        AWT-Unterricht

·        Berufsberatung

·        Siehe unten

 

Ä     Projekt „Stärkung der Hauptschule“

·        Assessmentcenter

·        Bewerbungstraining BEST

·        Berufsorientierung

·        Individuelle Förderung

 

Ä     Baustein Förderklassen / Internationale Klassen

 

V. Grenzen des Weges

 

Ä     Bausteine werden nicht angenommen.

 

Ä     Bausteine werden  oder müssen verworfen werden.

 

Ä     Bausteine sollen hinzukommen, aber sie lassen auf sich warten.

 

Ä     Wo SchülerInnen mittelfristig selbst organisieren oder verwalten sollen und/oder wollen, klappt die Umsetzung oft nur ansatzweise.

 

Ä     Nicht alle Kollegen/innen nutzen alle Teile des Konzeptes.

 

Ä     ES gibt Kollegen/innen, die nur geringe oder gar keine Beiträge für die Entwicklungsarbeit leisten, aber den Nutzen/die Fortschritte genießen – oder auch nicht.

 

Ä     Manche Bausteine können nur durch das Engagement einzelner genutzt werden oder lassen sich nur durch Selbstausbeutung verwirklichen.

 

Ä     Die Kontinuität der Bausteinnutzung ist nicht immer gegeben.

 

Ä     Steigende Mehrbelastungen in den letzten Jahren durch Erlasse oder andere Vorgaben führen das Kollegium an Leistungsgrenzen.

 

Ä     unzureichende finanzielle Möglichkeiten zur Raumgestaltung

 

 

VI. Zwischenbilanz

 

Ä     SchülerInnen und LehrerInnen sind  für konstruktive Bewältigung von Konfliktsituationen sensibilisiert.

 

Ä     SchülerInnen sind freundlicher und aufmerksamer im Umgang miteinander.

 

Ä     es gibt weniger Aggressivität, weniger Zerstörung von Materialien

 

Ä     Das Verhältnis zwischen LehrerInnen und SchülerInnen ist persönlicher geworden.

 

Ä     In vielen Unterrichtsstunden herrscht eine positive Lernatmosphäre.

 

Ä     LehrerInnen pflegen bewusst die Gesprächskultur untereinander.

 

Ä     Grenzen der Belastbarkeit von Kollegen/innen sind erreicht,  die Aufbruchstimmung ist nicht mehr vorhanden.

 

Ä     Die Bedingungen für eine Weiterführung der Arbeit ist durch die sich verschlechternden Bedingungen aufgrund der Schulstrukturreform gefährdet.

 

Ä     Antrag 2004 auf "Ganztagsschule" wird voraussichtlich nur räumliche Bedingungen, keine personellen, schaffen.

 

 

 

 

 

 

 

Markus Saathoff, Sozialpädagoge

Beate Lüppen, Beratungslehrerin

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anlage: Beratungsnetzwerk