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Wittmund 14.01.2006 Elf Stunden mehr sorgen nicht für EuphorieVon Michaela Kruse POLITIK Kultusminister Bernd Busemann besuchte
Norder Ganztagsschule / „Wir honorieren Angebot“ Der Gast zeigte sich begeistert von dem Engagement. Und
plauderte mit den Schülern. Norden - Die ganz große Begeisterung wollte einfach nicht aufkommen. Statt der erhofften 29 zusätzlichen Lehrerstunden billigt das Land Niedersachsen der Ganztagsschule Wildbahn genau 11,1 zusätzliche Stunden ab 1. Februar. Diese Nachricht überbrachte gestern der niedersächsische Kultusminister Bernd Busemann (CDU). Schulleiter Lenhard Janssen. „Wir hätten mehr gehofft. Aber wir honorieren dieses Angebot.“ Die zusätzlichen Stunden entsprechen knapp 20 000 Euro im Jahr. Die Schule könne sich die angebotenen Stunden auch auszahlen lassen, so ein Ministeriumssprecher. Mit dem Geld, so Janssen, könnten sechs Projekte am Nachmittag zu je zwei Stunden angeboten werden. Da insgesamt 15 Angebote im Programm stehen, müsse weiterhin nach Sponsoren Ausschau gehalten werden. Zur finanziellen Absicherung des Print-Projektes (Print steht für Prävention und Integration) erklärte der Minister: „Ich begrüße dieses Projekt von vorne bis hinten.“ Die Schule Wildbahn sei hier „federführend“. Doch ob Geld für die sozialpädagogische Stelle von Markus Saathoff über den 31. Dezember 2006 fließt, blieb auch nach dem Besuch offen. Busemann erklärte lediglich: „Ich werde mich dafür einsetzen, dass es verlängert wird.“ Eine klare Aussage gab er zur Finanzierung der halben Stelle „Profilierung in der Hauptschule“. Elke Düselder bietet für die Schüler der achten und neunten Klassen eine Berufsorientierung an: „Dies ist bis 2008 gesichert.“ Busemann betonte, dass es im Land 455 Ganztagsschule gebe. Das Land habe aber zu wenig Geld, um die Bedürfnisse aller zu befriedigen: „Das können wir uns nicht leisten.“ Er werde aber nach „Möglichkeiten suchen, wie die Stunden noch weiter schrittweise angepasst werden.“ Der Minister betonte, dass er bewusst an die Ganztagsschule Wildbahn gekommen sei: „Hier wird besonders engagiert gearbeitet.“ Bei einem Rundgang durch die Schule ließ er sich vom Architekten Werner Peterssen über die Fortschritte beim Umbau informieren. Schülersprecher Ehsan Dorri stellte die Planungen für die Umgestaltung des Schulhofes vor. Auch mehrere Klassen besuchte Busemann, zeigte sich im Gespräch mit den Schülern sehr locker und interessiert. Mit einigen Mitarbeiterinnen der Schülerzeitschrift ließ er sich für ein Foto ablichten. " „Hier wird besonders engagiert gearbeitet“ " Bernd Busemann |