Kriterienkatalog zur Ausbildungsreife:

 

A. Schulische Basiskenntnisse

1.       (Recht)Schreiben

2.       Lesen - mit Texten und Medien umgehen

3.       Sprechen und Zuhören

4.       Mathematische Grundkenntnisse

5.       Wirtschaftliche Grundkenntnisse

B. Psychologische Leistungsmerkmale

1.       Sprachbeherrschung

2.       Rechnerisches Denken

3.       Logisches Denken

4.       Räumliches Vorstellungsvermögen

5.       Merkfähigkeit

6.       Bearbeitungsgeschwindigkeit

7.       Befähigung zu Daueraufmerksamkeit

C. Physische  Merkmale

1.       Altersgerechter Entwicklungsstand und gesundheitliche

Voraussetzungen

D. Psychologische  Merkmale des Arbeitsverhaltens und der Persönlichkeit

1.       Durchhaltevermögen und Frustrationstoleranz

2.       Kommunikationsfähigkeit

3.       Konfliktfähigkeit

4.       Kritikfähigkeit

5.       Leistungsbereitschaft

6.       Selbstorganisation/Selbstständigkeit

7.       Sorgfalt

8.       Teamfähigkeit

9.       Umgangsformen

10.   Verantwortungsbewusstsein

11.   Zuverlässigkeit

E. Berufswahlreife

1.       Selbsteinschätzungs- und Informationskompetenz

 

Basis für die Erstellung des Kriterienkatalogs waren wissenschaftliche Erkenntnisse aus den Bereichen der Psychologie und Pädagogik sowie der Kompetenzforschung und bereits bestehende Anforderungskataloge aus der Wirtschaft sowie die Bildungsstandards der Kultusministerkonferenz (KMK) für Hauptschulen. Diese wurden mit den Erfahrungen der Praxis (Betriebe, Berufsberatung, Berufsschulen) abgeglichen und auf die aus Sicht der Experten unverzichtbaren Kriterien („Mindeststandards“) verdichtet.

 

A. Schulische Basiskenntnisse

 

1. Merkmal: (Recht)Schreiben3

Beschreibung:

Die Jugendlichen können einfache Texte fehlerfrei schreiben und verständlich formulieren.

Indikatoren/Kriterien:

Sie/er schreibt Texte in lesbarer handschriftlicher Form.

Sie/er kennt die Grundregeln der Rechtschreibung und

Zeichensetzung und kann sie anwenden.

Sie/er kann häufig vorkommende Wörter richtig schreiben.

Sie/er kann Texte verständlich und zusammenhängend schreiben.

Sie/er kann formalisierte Texte verfassen: z. B. Brief, Lebenslauf,

Bewerbungsanschreiben, Ausfüllen von Formularen.

Sie/er gestaltet Texte dem Zweck entsprechend und adressatengerecht, sinnvoll aufgebaut und strukturiert.

4 Die Kenntnisse und Fertigkeiten in den Merkmalen „(Recht)Schreiben“, „Lesen“ und „Sprechen und

Zuhören“ werden als Leistungen angesehen, die dem Psychologischen Leistungsmerkmal „Sprachbeherrschung“

zuzuordnen sind. Werden Defizite in diesen Kenntnissen und Fertigkeiten festgestellt, ist

durch psychologisches Fachpersonal auf der Ebene des Psychologischen Leistungsmerkmals zu klären,

wo die Gründe für die Defizite liegen und in welcher Weise eine Förderung möglich ist.

 

Verfahren zur Feststellung:

Beispielaufgaben (z. B. Lesen von Anleitungen und berufskundlichen

Informationen), Schulnoten

diagnostisches Gespräch/Selbsteinschätzung

Beispielfragen:

Lesen Sie gern? Wenn ja, was lesen Sie gern?

Wie zufrieden sind Sie mit Ihren Lesefähigkeiten z. B. im Verhältnis

zu Ihren Klassenkameraden/innen?

Werden Sie in der Schule zum Vorlesen aufgerufen?

Wenn Sie in der Schule zum Vorlesen aufgerufen werden, was geht

Ihnen im ersten Moment durch den Kopf?

Wie schätzt Ihr/e Lehrer/in Ihre Fähigkeiten im Lesen ein?

Medien/Hilfsmittel:

Textaufgaben (kurze Anleitungen, Informationen), Schulzeugnis

 

2. Merkmal: Lesen3 – mit Texten und Medien umgehen

Beschreibung:

Die Jugendlichen können Texte lesen und verstehen.

Indikatoren/Kriterien:

Sie/er verfügt über grundlegende Lesefertigkeiten

Sie/er kann Wortbedeutungen klären.

Sie/er kann die zentrale Aussage eines Textes erfassen und

Informationen zielgerichtet entnehmen.

Sie/er kennt und nutzt Verfahren zur Textaufnahme:

Stichwörter formulieren, Texte und Textabschnitte zusammenfassen.

Sie/er kann Informationsquellen nutzen.

 

Verfahren zur Feststellung:

Beispielaufgaben (z. B. Lesen von Anleitungen und berufskundlichen

Informationen), Schulnoten

diagnostisches Gespräch/Selbsteinschätzung

4Beispielfragen:

Lesen Sie gern? Wenn ja, was lesen Sie gern?

Wie zufrieden sind Sie mit Ihren Lesefähigkeiten z. B. im Verhältnis

zu Ihren Klassenkameraden/innen?

Werden Sie in der Schule zum Vorlesen aufgerufen?

Wenn Sie in der Schule zum Vorlesen aufgerufen werden, was geht

Ihnen im ersten Moment durch den Kopf?

Wie schätzt Ihr/e Lehrer/in Ihre Fähigkeiten im Lesen ein?

Medien/Hilfsmittel:

Textaufgaben (kurze Anleitungen, Informationen), Schulzeugnis

 

3. Merkmal: Sprechen5 (mündliches Ausdrucksvermögen)

und Zuhören (Gesprochenes verstehen)

Beschreibung:

Die Jugendlichen können sich in deutscher Sprache verständlich und

adressatengerecht ausdrücken und mündliche Aussagen verstehen.

Indikatoren/Kriterien:

Sie/er kann sich verständlich in der Standardsprache Deutsch äußern.

Sie/er verfügt über einen für das Bewältigen von Alltagssituationen

angemessenen Wortschatz.

Sie/er kann sich durch gezieltes Fragen notwendige Informationen

beschaffen.

Sie/er kann Sachverhalte zusammenhängend darstellen: z. B. von

einem Praktikum berichten, über einen Arbeitsplatz informieren,

eigene Freizeitaktivitäten beschreiben.

 

Verfahren zur Feststellung:

Beobachtung des Gesprächsverhaltens, diagnostisches Gespräch/

Selbsteinschätzung

Beispielfragen:

Was fällt Ihnen im Unterrichtsfach Deutsch leicht bzw. schwer?

Wie schätzen Sie im Vergleich zu Ihren Mitschülern/innen Ihre

Fähigkeiten ein, z. B. eine Bildbeschreibung zu verfassen?

In welchen Situationen haben Sie den Wunsch, sich besser ausdrücken

zu können?

 

SCHULISCHE BASISKENNTNISSE

 

4. Merkmal: Mathematische Grundkenntnisse6

Beschreibung:

Die Jugendlichen sind in der Lage, grundlegende mathematische

Kenntnisse und Fertigkeiten anzuwenden und zutreffende Lösungen

zu entwickeln.

Indikatoren/Kriterien:

Zahlen

– Sie/er kann Rechengesetze (Addieren, Subtrahieren, Multiplizieren,

Dividieren) anwenden.

– Sie/er beherrscht Prozent- und Bruchrechnung.

– Sie/er führt einfache Berechnungen (z. B. Kleines Einmaleins) und

Überschlagsrechnungen im Kopf durch.

– Sie/er kann einfache Textaufgaben lösen.

– Sie/er beherrscht die Dreisatzrechnung.

Messen

– Sie/er kann Längen, Flächen und Volumina bestimmen.

– Sie/er wählt Maß-Einheiten von Größen situationsgerecht aus

(insbesondere für Zeit, Masse, Geld, Länge, Fläche, Volumen und

Winkel) und kann sie umwandeln. Raum und Form

– Sie/er zeichnet und konstruiert geometrische Figuren unter Verwendung

angemessener Hilfsmittel, wie Zirkel, Lineal, Geodreieck.

Daten

– Sie/er versteht einfache graphische Darstellungen und Tabellen.

 

Verfahren zur Feststellung:

Dokumentenanalyse (Beispielaufgaben, Schulnoten)

Diagnostisches Gespräch/Selbsteinschätzung

Beispielfragen:

allgemein:

Wie zufrieden sind Sie mit Ihren Leistungen im Fach Mathematik?

Was fällt Ihnen in Mathematik leicht bzw. schwer?

Wie schätzen Sie Ihre Fähigkeiten in Mathematik ein z. B. im Vergleich

zu Ihren Klassenkameraden/innen?

zu kritischen Schulnoten:

Wie erklären Sie sich Ihre Note in Mathematik?

Warum hat sich Ihre Note über die Halbjahre verändert?

Was müssten Sie tun, um Ihre Leistungen in Mathematik zu verbessern?

Medien/Hilfsmittel:

Schulzeugnis, Beispielaufgaben

 

 

SCHULISCHE BASISKENNTNISSE

6 Die Kenntnisse und Fertigkeiten im Merkmal „mathematische Grundkenntnisse“ werden als Leistungen

angesehen, die dem Psychologischen Leistungsmerkmal „Rechnerisches Denken“ zuzuordnen sind.

Werden Defizite in diesen Kenntnissen und Fertigkeiten festgestellt, ist durch psychologisches Fachpersonal

auf der Ebene des Psychologischen Leistungsmerkmals zu klären, wo die Gründe für die Defizite

liegen und in welcher Weise eine Förderung möglich ist.

5. Merkmal: Wirtschaftliche Grundkenntnisse

Beschreibung:

Die Jugendlichen kennen grundlegende betriebs- und marktwirtschaftliche

Zusammenhänge.

Indikatoren/Kriterien:

Sie/er kennt das wirtschaftliche Ziel unternehmerischen Handelns.

Sie/er hat ein Grundverständnis von Pflichten und Rechten aus

Verträgen und Geschäften (Ausbildungsvertrag, Kaufvertrag).

Sie/er kennt die gängigen Arten des Zahlungsverkehrs.

Sie/er kennt die Bedeutung wirtschaftlicher Grundbegriffe (Angebot,

Nachfrage, Preis, Umsatz, Gewinn, Steuern).

 

Verfahren zur Feststellung:

Diagnostisches Gespräch/Selbsteinschätzung

Beispielfragen:

Haben Sie in der Schule etwas über Wirtschaft gelernt? Wenn ja, welche

Themen fallen Ihnen aus dem Unterricht (z. B. über Geld, Konsum,

Arbeits- und Ausbildungsmarkt) ein?

Kennen Sie Themen, die im Wirtschaftsteil einer Tageszeitung regelmäßig

auftauchen?

 

 

B. Psychologische Leistungsmerkmale

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1. Merkmal: Sprachbeherrschung

Beschreibung:

Fähigkeit, mündlich und schriftlich formulierte Sachverhalte zu verstehen,

und die Fähigkeit, Sachverhalte mündlich und schriftlich verständlich

wiederzugeben.

Indikatoren/Kriterien:

Dem psychologischen Leistungsmerkmal „Sprachbeherrschung“ als Vorraussetzung

für Ausbildungsreife sind jene Indikatoren/Kriterien zuzuordnen, die

für die schulischen Basiskenntnisse „(Recht)Schreiben“, „Lesen“ sowie „Sprechen

und Zuhören“ verlangt werden. Werden Defizite in diesen Kenntnissen

und Fertigkeiten festgestellt, ist durch psychologisches Fachpersonal auf

der Ebene des Psychologischen Leistungsmerkmals „Sprachbeherrschung“ zu

klären, wo die Gründe liegen und in welcher Weise eine Förderung möglich ist.

Deshalb werden an dieser Stelle keine eigenen Indikatoren/Kriterien genannt.

 

Verfahren zur Feststellung:

Bei Bedarf:

Untersuchungsverfahren des Psychologischen Dienstes der Arbeitsagentur oder entsprechender Fachdienste anderer Institutionen oder

Einrichtungen

 


 

2. Merkmal: Rechnerisches Denken

Beschreibung:

Fähigkeit, schriftlich oder mündlich dargestellte Problemstellungen

zu analysieren und in eine Rechenoperation umzusetzen.

(Sprachkompetenz und das Beherrschen der Grundrechenarten wird

vorausgesetzt.)

Indikatoren/Kriterien:

Dem psychologischen Leistungsmerkmal „Rechnerisches Denken“ als

Vorraussetzung für Ausbildungsreife sind jene Indikatoren/Kriterien zuzuordnen,

die für die schulische Basiskenntnis „Mathematische Grundkenntnisse“

verlangt werden. Werden Defizite in diesen Kenntnissen

und Fertigkeiten festgestellt, ist durch psychologisches Fachpersonal

auf der Ebene des Psychologischen Leistungsmerkmals „Sprachbeherrschung“

zu klären, wo die Gründe liegen und in welcher Weise eine

Förderung möglich ist. Deshalb werden an dieser Stelle keine eigenen

Indikatoren/Kriterien genannt.

 

Verfahren zur Feststellung:

Bei Bedarf:

Untersuchungsverfahren des Psychologischen Dienstes der Arbeitsagentur oder entsprechender Fachdienste anderer Institutionen oder

Einrichtungen

 

3. Merkmal: Logisches Denken

Beschreibung:

Fähigkeit zum schrittweise vorgehenden, schlussfolgernden Denken

Indikatoren/Kriterien:

Die Anforderungen an das Psychologische Leistungsmerkmal „Logisches

Denken“ als Voraussetzung für Ausbildungsreife betreffen Denk- und

Handlungsvorgänge sehr einfacher Art. Ein Defizit bezüglich dieses Merkmals

wird bei einer Reihe anderer Merkmale zur Nichterfüllung der jeweiligen

Kriterien führen. Deshalb werden an dieser Stelle keine eigenen

Indikatoren/Kriterien genannt.

PSYCHOLOGISCHE LEISTUNGSMERKMALE

 

Verfahren zur Feststellung:

Bei Bedarf:

Untersuchungsverfahren des Psychologischen Dienstes der Arbeitsagenturen oder entsprechender Fachdienste anderer Institutionen oder Einrichtungen

 


 

4. Merkmal: Räumliches Vorstellungsvermögen

Beschreibung:

Die Jugendlichen können sich aufgrund von Zeichnungen etwas

räumlich vorstellen und in Schaubildern dargestellte Zusammenhänge

erkennen.

Indikatoren/Kriterien:

Sie/er kann räumliche Geometrieaufgaben lösen.

Sie/er kann sich an Hand von Zeichnungen räumliche Gegenstände

vorstellen.

Sie/er kann sich an Hand eines Grundrisses das Haus vorstellen.

Sie/er kann den Weg von der Wohnung zur Schule/Kirche/zum

Kaufhaus nachvollziehbar aufmalen.

Sie/er kann sich an Hand von Zeichnungen Bewegungsabläufe

vorstellen.

Sie/er kann sich in (Land-, Straßen-)Karten mit großem Maßstab

orientieren.

Sie/er kann Zusammenhänge erkennen, die in einer Graphik mit

Pfeilen dargestellt sind.

 

Verfahren zur Feststellung:

Diagnostisches Gespräch/Selbsteinschätzung

Einschätzung von Lehrern/Eltern, Schulzeugnis

Beispielfragen:

Was fällt Ihnen bei Aufgaben in Geometrie leicht bzw. schwer?

Können Sie eine Zeichnung verstehen, in der eine Maschine

dargestellt ist?

Können Sie sich gut mit Straßenkarten/Stadtplänen informieren?

PSYCHOLOGISCHE LEISTUNGSMERKMALE

 

5. Merkmal: Merkfähigkeit

Beschreibung:

Die Jugendlichen können mündlich oder schriftlich dargestellte

sowie wahrgenommene Sachverhalte behalten.

Indikatoren/Kriterien:

Sie/er kann Arbeitsaufträge auch nach längerer Zeit wiederholen.

Sie/er kann sich an die räumliche Lage von Gegenständen erinnern.

Sie/er weiß nach längerer Zeit noch, welches Werkzeug sie/er bei

einer bestimmten Aufgabe verwendet hat.

Sie/er behält eine Wegbeschreibung beim ersten Mal, obwohl der

Weg einige Abbiegungen enthält.

Sie/er kann den Inhalt einer Bedienungsanleitung (Montageanleitung)

rasch und sicher behalten.

 

Verfahren zur Feststellung:

Diagnostisches Gespräch/Selbsteinschätzung

Einschätzung von Lehrern, Eltern; Schulzeugnis und andere Dokumente

Beispielfragen:

Schreiben Sie sich alles auf, wenn Sie einkaufen gehen?

Wenn Ihnen ein Weg beschrieben wird, wie schnell können Sie sich

diese Beschreibung merken?

Müssen Sie öfter in der Bedienungsanleitung nachlesen, wenn Sie

z. B. ein neues Gerät in Betrieb nehmen oder etwas zusammenbauen?

 


 

6. Merkmal: Bearbeitungsgeschwindigkeit

Beschreibung:

Die Jugendlichen können einfachere Aufgaben mit Routinecharakter

oder solche, mit denen sie vertraut sind, in einer bestimmten

Zeitdauer erledigen (zügige Arbeitsweise).

Indikatoren/Kriterien:

Sie/er kann Aufgaben, die wenig Überlegung fordern, zügig abarbeiten.

Sie/er kann Aufgaben, bei denen sich der Arbeitsablauf oft wiederholt,

zügig erledigen.

Sie/er kann bei Klassenarbeiten/Schulaufgaben meistens alle

Aufgaben bearbeiten.

Sie/er ist im Werkkundeunterricht so schnell wie die meisten anderen Schüler.

Sie/er hat im Praktikum die anfallenden Arbeiten, nach einer entsprechenden

Einweisung, zügig erledigt.

 

Verfahren zur Feststellung:

Diagnostisches Gespräch/Selbsteinschätzung

Einschätzung von Eltern/Lehrern, Schulzeugnis, Praktikumsbeurteilung

Beispielfragen:

Wie sieht eine Arbeit aus, die Ihnen schnell von der Hand geht?

Bei welchen Aufgaben brauchen Sie sehr lang bzw. länger als Ihre

Schulkameraden?

Müssen die anderen Schüler oft darauf warten, dass Sie fertig werden?

 

7. Merkmal: Befähigung zu Daueraufmerksamkeit

Beschreibung:

Die Jugendlichen sind in der Lage, eine Tätigkeit über längere Zeit

auszuüben, ohne sich ablenken zu lassen.

Indikatoren/Kriterien:

Sie/er beendet eine gestellte Aufgabe, obwohl die Mitschüler/innen

sich (schon) über Freizeitaktivitäten unterhalten.

Sie/er kann sich auch in der letzten (6.) Schulstunde noch

konzentrieren.

Sie/er kann sich nach der Schule noch mit Dingen beschäftigen, für

die Konzentration benötigt wird.

 

Verfahren zur Feststellung:

Diagnostisches Gespräch/Selbsteinschätzung

Einschätzung von Lehrern/Eltern, Schulzeugnis,

Praktikumsbeurteilung

Beispielfragen:

Wann machen Sie Ihre Hausaufgaben, direkt nach der Schule oder

brauchen Sie zuerst eine Pause?

Gibt es eine Tätigkeit, die so interessant ist, dass Sie nichts dabei

stören kann?

Wann legen Sie die erste Pause ein, wenn Sie Ihre Hausaufgaben

machen?

 


 

 

C. Physische Merkmale

 

1. Merkmal: Altersgerechter Entwicklungsstand und gesundheitliche

Voraussetzungen

Beschreibung:

Die körperliche Reife ist soweit fortgeschritten, dass der/die Jugendliche

den physischen Mindestanforderungen eines Acht-Stunden-

Tages gerecht werden kann. Es liegen keine eine Ausbildung grundsätzlich

ausschließenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen vor.

Indikatoren/Kriterien:

Sie/er befindet sich in einem für Ausbildungsanfänger/innen typischen

Entwicklungsstand und ist gesundheitlich nicht in einem

Umfang eingeschränkt, der der Bewältigung eines Acht-Stunden-Tages

entgegensteht.

Sie/er entspricht den Kriterien der Untersuchung nach dem

Jugendarbeitschutzgesetz in dem Maße, dass dauerhaft eine

Gefährdung der Gesundheit nicht zu erwarten ist.

 

Verfahren zur Feststellung:

Beobachtungen/diagnostisches Gespräch

Selbsteinschätzung/Einschätzung von Eltern oder Lehrern

Ärztliche Eignungsuntersuchungen

Beispielfragen:

Haben Sie irgendwelche gesundheitlichen Einschränkungen, die

bei jeder Ausbildung wichtig sind und darum berücksichtigt werden

müssen?

Fallen Ihnen Tätigkeiten ein, die Ihnen in körperlicher Hinsicht leichter

bzw. schwerer als anderen fallen?

 


 

D. Psychologische Merkmale

des Arbeitsverhaltens und der Persönlichkeit

 

1. Merkmal: Durchhaltevermögen und Frustrationstoleranz

Beschreibung:

Die Jugendlichen sind in der Lage, auch gegen innere und äußere

Widerstände und bei Misserfolgen, ein Ziel oder eine Aufgabe in einem

überschaubaren Zeitraum zu verfolgen.

Indikatoren/Kriterien:

Sie/er beendet eine übertragene Aufgabe erst, wenn sie vollständig

erfüllt ist.

Sie/er erfüllt Aufgaben und Ziele, die einen kontinuierlichen

Arbeitseinsatz erfordern.

Sie/er verfolgt ein Ziel/eine Aufgabe mit erneuter Anstrengung

angemessen weiter, wenn vorübergehende Schwierigkeiten auftauchen

oder erste Erfolge ausbleiben.

Sie/er kann äußere Schwierigkeiten, Rückschläge und belastende Ereignisse/

Erfahrungen erkennen und Lösungsmöglichkeiten entwickeln.

Sie/er kann innere Widerstände reflektieren und konstruktiv bewältigen.

 

Verfahren zur Feststellung:

Diagnostisches Gespräch/Selbsteinschätzung

Kopfnoten im Zeugnis

Aussagen von Lehrern oder Eltern

Beispielfragen:

Wie viel Zeit wenden Sie täglich für Ihre Hausaufgaben auf?

Wenn Sie eine Aufgabe z. B. in Mathematik nicht lösen können, wie

handeln Sie?

Angenommen, Sie hätten eine Klassenarbeit z. B. in Englisch mit enttäuschendem Ergebnis zurückbekommen, was löst das bei Ihnen aus?

Nehmen Sie an AGs in der Schule teil, wenn ja an welcher und wie

lange nehmen Sie schon teil?

 

2. Merkmal: Konfliktfähigkeit

Beschreibung:

Konfliktfähigkeit beinhaltet, Interessengegensätze zu erkennen und

die Bereitschaft, sie zuzulassen und einvernehmlich zu überwinden.

Indikatoren/Kriterien:

Sie/er spricht eigene Bedürfnisse zur rechten Zeit deutlich an.

Sie/er lässt auch stark von der eigenen Meinung abweichende

Vorstellungen anderer zu.

Sie/er kann Interessengegensätze erkennen.

Sie/er ist bereit, an einer einvernehmlichen Lösung mitzuwirken.

Sie/er kann Beziehungskonflikte wahrnehmen und ansprechen.

Sie/er kann durch geschicktes Vorgehen das Ausbrechen von

Konflikten verhindern und Eskalationsgefahren vorbeugen.

 

Verfahren zur Feststellung:

Diagnostisches Gespräch/Selbsteinschätzung

Assessment Center

Beispielfragen:

Erinnern Sie sich an Situationen in der Schule, in denen Sie sich

ungerecht behandelt gefühlt haben (z. B. ungerechte Schulnote)?

Wenn ja, welche Situationen waren das und wie haben Sie reagiert?

Wie reagieren Sie, wenn Ihre Freunde sich gerade für einen Termin

verabreden wollen, an dem Sie gerne dabei sein wollen, der Ihnen

zeitlich aber überhaupt nicht passt?

 

3. Merkmal: Kritikfähigkeit (Fähigkeit zu Kritik und Selbstkritik)

Beschreibung:

Kritikfähigkeit zeichnet eine Person aus, die bereit und in der Lage

ist, mit Fehlern anderer konstruktiv und fair umzugehen und auch

eigenes fehlerhaftes Handeln wahrzunehmen und zu korrigieren.

Indikatoren/Kriterien:

Sie/er nimmt Kritik auch an der eigenen Leistung oder am eigenen

Verhalten an.

Sie/er kann Kritik sachlich begründen.

Sie/er zeigt gegenüber Fehlern anderer angemessene Geduld

und Toleranz.

Sie/er kann Feedback geben und empfangen.

Sie/er erkennt Fehler/Mängel/Schwachstellen zutreffend und geht

angemessen und konstruktiv damit um.

 

Verfahren zur Feststellung:

Beobachtung im Beratungsgespräch (Umgang mit Feedback, Fremdeinschätzung)

diagnostisches Gespräch/Selbsteinschätzung

Beispielfragen:

Wie zufrieden sind Sie mit Ihren Schulnoten?

Wenn ich Ihre z. B. Mitschüler/innen befragen würde, welche

Stärken bzw. Schwächen würden sie mir nennen?

Wenn sich bei einer Gruppenarbeit Ihrer Meinung nach ein/e

Mitschüler/in störend verhält, wie reagieren Sie?

 

4. Merkmal: Leistungsbereitschaft

Beschreibung:

Bereitschaft, sich beim Bearbeiten von Aufgaben nach Kräften einzusetzen,

und das Bestreben, möglichst gute Ergebnisse zu erzielen

(auch bei „unbeliebten“ Aufgaben).

Indikatoren/Kriterien:

Sie/er widmet sich Aufgaben mit angemessener Intensität.

Sie/er strengt sich auch bei „unbeliebten“ Aufgaben an.

Sie/er erkennt von sich aus, welche Aufgaben zu erledigen sind, und

erledigt diese.

Sie/er sucht sich neue Aufgaben und Herausforderungen.

Sie/er entwickelt Ideen, setzt sich selbst Ziele und setzt sie um.

 

Verfahren zur Feststellung:

Diagnostisches Gespräch/Selbsteinschätzung,

Dokumentenanalyse (Praktikumszeugnisse, Bescheinigungen aus dem

ehrenamtlichen Bereich u. a.)

Gespräch mit Eltern und Lehrkräften

Beispielfragen:

Wie zufrieden sind Sie mit Ihren schulischen Leistungen?

In welchen Fächern würden Sie sich gern verbessern? Was müssten

Sie tun, um Ihre Leistungen z. B. in Mathematik zu verbessern?

Übernehmen Sie in Ihrer Klasse Sonderaufgaben z. B. Klassensprecher,

Klassenbuchführer, Kakaodienst, Schülerlotsen etc.?

 


 

5. Merkmal: Selbstorganisation und Selbstständigkeit

Beschreibung:

Jugendliche können den Lebensalltag selbstständig strukturieren

und bewältigen und übertragene Aufgaben eigenständig erledigen.

Indikatoren/Kriterien:

Sie/er kann den Lebensalltag (Aufstehen, Kleiden, Weg zur

Schule/Arbeit) selbstständig bewältigen.

Sie/er kann selbstständig Anrufe mit Institutionen, Arbeitgebern

usw. führen (z. B. um Termine zu vereinbaren, sich krank zu melden).

Sie/er erledigt Aufgaben aus eigenem Antrieb und beschafft sich

die erforderlichen Informationen und Hilfsmittel.

Sie/er kann das erreichte Arbeitsergebnis in Bezug zu der gestellten

Aufgabe und im Blick auf den verfügbaren Zeitrahmen bewerten.

Sie/er kann das gewählte Vorgehen im Verhältnis von Aufwand und

Ergebnis bewerten und optimieren.

Sie/er überträgt Lösungswege auf andere Aufgabenstellungen.

 

Verfahren zur Feststellung:

Dokumentenanalyse (Schulzeugnisse: Kopfnoten, Praktikumsberichte

und –zeugnisse, Zeugnisse/Bescheinigungen aus dem

ehrenamtlichen Bereich)

Diagnostisches Gespräch/Selbsteinschätzung

Beispielfragen:

Wie verläuft bei Ihnen ein normaler Schultag?

Haben Sie schon mal eine Klassenfahrt (mit-)organisiert? Wenn ja,

welche Aufgaben haben Sie übernommen und welche Erfahrungen

haben Sie dabei gemacht?

 

6. Merkmal: Sorgfalt

Beschreibung:

Jugendliche gehen beim Erfüllen von Aufgaben gewissenhaft und

genau vor mit dem Ziel eines fehlerfreien Arbeitsergebnisses.

Indikatoren/Kriterien:

Sie/er geht mit schriftlichen Unterlagen, Dokumenten, Arbeitsmaterialien

und Werkzeugen achtsam, pfleglich und sachgerecht um.

Sie/er beachtet beim Erfüllen eines Auftrags gewissenhaft sämtliche

Hinweise und Vorschriften.

Sie/er vergleicht ständig während der Arbeitsschritte die Qualität

des eigenen Tuns mit den vorgegebenen Normen/Zielen.

Sie/er kontrolliert nach Erledigung eines Auftrags abschließend

noch einmal kritisch die Ergebnisse, um etwaige Mängel oder Fehler

zu korrigieren.

 

Verfahren zur Feststellung:

Dokumentenanalyse (Bewerbungsunterlagen, Beratungsfragebogen/

„Arbeitspaket“, Praktikumsberichte und Zeugnisse)

Gespräch mit Eltern und Lehrkräften

diagnostisches Gespräch/Selbsteinschätzung

Beispielfragen:

Wenn Sie an Ihre Schulhefte und Schulbücher denken, wie sorgfältig

schätzen Sie sich ein (z. B. im Vergleich zu Ihren Klassenkameraden/

innen, Skala 1–10)?

Wie leicht bzw. wie schwer fallen Ihnen Aufgaben in der Schule, bei

denen besondere Sorgfalt erforderlich ist (z. B. geometrische Figuren

in Mathematik zeichnen)?

Wie schätzen Ihre Lehrer Ihre Fähigkeiten zu sorgfältigem Arbeiten

ein (z. B. Flüchtigkeitsfehler, äußere Form von Klassenarbeiten,

Schulheften)?

 


 

7. Merkmal: Teamfähigkeit

Beschreibung:

Bereitschaft und Kompetenz, mit den Mitgliedern einer Gruppe zielund

aufgabenorientiert zu kooperieren.

Indikatoren/Kriterien:

Sie/er bringt eigene Erfahrungen und Wissen ein.

Sie/er ist bereit und in der Lage, anderen zuzuhören und von

anderen zu lernen.

Sie/er ist bereit, eigene Interessen zurückzustellen, wenn es die

Ziele des Teams erfordern.

Sie/er tauscht wichtige Informationen im Team aus.

Sie/er macht Vorschläge zur Arbeitsaufteilung.

Sie/er erkennt unterschiedliche Ideen an und strebt eine einvernehmliche

Lösung an.

Sie/er anerkennt Leistungen anderer.

Sie/er bittet bei Bedarf andere Teammitglieder um Hilfe und bietet

Hilfe an.

Sie/er stimmt sich regelmäßig/bei Bedarf im Team ab.

 

Verfahren zur Feststellung:

Diagnostisches Gespräch/Selbsteinschätzung

Assessment Center

ggf. Zeugnisse und Praktikumsnachweise

Beispielfragen:

Welche Erfahrungen haben Sie in der Schule mit Teamarbeit bzw.

Gruppenarbeiten gemacht?

Was ist Ihrer Meinung wichtig, damit die Zusammenarbeit in der

Gruppe (z. B. Gruppenarbeit in der Schule) funktioniert?

 

8. Merkmal: Umgangsformen

Beschreibung:

Jugendliche verhalten sich in der jeweiligen Situation angemessen

höflich, respekt- und rücksichtsvoll.

Indikatoren/Kriterien:

Sie/er verwendet die Anreden „Du“ und „Sie“ situationsangemessen.

Sie/er benutzt eine der Situation angemessene Sprache.

Sie/er begrüßt andere Menschen in angemessener Form (persönliche

Anrede, Blickkontakt, Händeschütteln, Vorstellen der eigenen Person).

Sie/er ist bereit, die gängige Kleiderordnung der beruflichen

Bezugsgruppe im beruflichen Zusammenhang für sich zu akzeptieren.

Sie/er begegnet anderen Menschen mit Respekt.

 

Verfahren zur Feststellung:

Beobachtungen im Beratungsgespräch

Dokumentenanalyse (Praktikumszeugnisse u. a.)

Gespräch mit Eltern und Lehrkräften

 


 

9. Merkmal: Verantwortungsbewusstsein

Beschreibung:

Jugendliche haben die Fähigkeit und die Bereitschaft, für das eigene

Handeln Verantwortung zu tragen. Das bedeutet, dass sie für die

eigenen Taten einstehen und die Konsequenzen dafür tragen.

Indikatoren/Kriterien:

Sie/er übernimmt Verantwortung für Aufgaben, die vereinbart

wurden (z. B. in Familie, Schule, Sport, Verein).

Sie/er geht verantwortungsvoll mit sich selbst um (Gesundheit,

Konsumgewohnheiten).

Sie/er vermeidet Gefährdungen der eigenen und anderer Personen.

Sie/er übernimmt Verantwortung für anvertraute Materialien,

Geräte usw.

Verfahren zur Feststellung:

Diagnostisches Gespräch/Selbsteinschätzung

Dokumentenanalyse (Praktikumszeugnisse u. a.)

Gespräch mit Eltern und Lehrkräften

Beispielfragen:

Welche Sonderaufgabe z. B. Klassensprecher, Klassenbuchführer,

Kakaodienst, Schülerlotsen etc. haben Sie in Ihrer Klasse bisher

übernommen? Wenn nein, warum nicht?

 

10. Merkmal: Umgangsformen

Beschreibung:

Jugendliche verhalten sich in der jeweiligen Situation angemessen

höflich, respekt- und rücksichtsvoll.

Indikatoren/Kriterien:

Sie/er verwendet die Anreden „Du“ und „Sie“ situationsangemessen.

Sie/er benutzt eine der Situation angemessene Sprache.

Sie/er begrüßt andere Menschen in angemessener Form (persönliche

Anrede, Blickkontakt, Händeschütteln, Vorstellen der eigenen Person).

Sie/er ist bereit, die gängige Kleiderordnung der beruflichen

Bezugsgruppe im beruflichen Zusammenhang für sich zu akzeptieren.

Sie/er begegnet anderen Menschen mit Respekt.

 

Verfahren zur Feststellung:

Beobachtungen im Beratungsgespräch

Dokumentenanalyse (Praktikumszeugnisse u. a.)

Gespräch mit Eltern und Lehrkräften

 

11. Merkmal: Verantwortungsbewusstsein

Beschreibung:

Jugendliche haben die Fähigkeit und die Bereitschaft, für das eigene

Handeln Verantwortung zu tragen. Das bedeutet, dass sie für die

eigenen Taten einstehen und die Konsequenzen dafür tragen.

Indikatoren/Kriterien:

Sie/er übernimmt Verantwortung für Aufgaben, die vereinbart

wurden (z. B. in Familie, Schule, Sport, Verein).

Sie/er geht verantwortungsvoll mit sich selbst um (Gesundheit,

Konsumgewohnheiten).

Sie/er vermeidet Gefährdungen der eigenen und anderer Personen.

Sie/er übernimmt Verantwortung für anvertraute Materialien, Geräte usw.

Verfahren zur Feststellung:

Diagnostisches Gespräch/Selbsteinschätzung

Dokumentenanalyse (Praktikumszeugnisse u. a.)

Gespräch mit Eltern und Lehrkräften

Beispielfragen:

Welche Sonderaufgabe z. B. Klassensprecher, Klassenbuchführer,

Kakaodienst, Schülerlotsen etc. haben Sie in Ihrer Klasse bisher

übernommen? Wenn nein, warum nicht?

 

E. Berufswahlreife

 

1. Merkmal: Berufswahlreife

(Selbsteinschätzungs- und Informationskompetenz)

Beschreibung:

Jugendliche kennen ihre eigenen Bedürfnisse und berufsbedeutsamen

Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse und können diese mit

wesentlichen Aspekten und Anforderungen von Berufen in Beziehung

setzen. Sie nutzen vorhandene Informationsmöglichkeiten, um sich

über Berufe und deren Anforderungen zu informieren. Jugendliche

können ihre Motive für eine Berufswahlentscheidung wahrnehmen

und benennen.

Indikatoren/Kriterien:

Sie/er kann eigene berufsbedeutsame Interessen, Vorlieben,

Neigungen und Abneigungen benennen.

Sie/er benennt eigene Werthaltungen.

Sie/er benennt eigene Stärken und Schwächen.

Sie/er hat sich über Berufe und ihre Anforderungen informiert.

Sie/er benennt Gründe für die eigene Berufswahlentscheidung.

Sie/er beschreibt Aufgabenbereiche und Arbeitsformen des

Berufes/der Berufe.

Sie/er benennt Anforderungen in Betrieb und Berufsschule.

Sie/er kann Anforderungen mit den eigenen Fähigkeiten in

Beziehung setzen.

 

Verfahren zur Feststellung:

Fragebogen, Dokumente im Berufswahlpass u. ä.

diagnostisches Gespräch/Selbsteinschätzung

Beispielfragen:

Welche Interessen und Neigungen haben Sie (Schule, Freizeit)?

Was fällt Ihnen leicht? Was fällt Ihnen schwer? Welche Schulfächer

fallen Ihnen leicht, welche weniger leicht? Wo liegen Ihre Stärken?

Welche Vorstellungen haben Sie von Ihrem zukünftigen Berufsleben?

Können Sie einen Berufswunsch nennen?

Welche Gründe sprechen für diese Berufswahl? Was bringen Sie für

diesen Beruf mit?

Welche Vorstellung haben Sie von den Anforderungen dieses Berufes?

Was wird von Ihnen erwartet?

Wie stellen Sie sich Ihren Berufsalltag vor?

Gibt es Seiten, die Ihnen an diesem Beruf weniger gefallen?

Was müssten Sie noch trainieren oder lernen?

Wie schätzen Sie Ihre beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten in

diesem Beruf ein?

Medien/Hilfsmittel:

Berufsinteressentest, „MACH’ S RICHTIG“, „Explorix“ u. a.,

berufskundliche Medien:

BERUFENET, Beruf aktuell, Was Werden etc.

 

 

IMPRESSUM

Nationaler Pakt für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs –

Kriterienkatalog zur Ausbildungsreife

Projektleitung Karen Schober (Bundesagentur für Arbeit)

Redaktion Karen Schober, Mathilde Schulze-Middig

(Bundesagentur für Arbeit)

Zentrale.PP-Ausbildungspakt@arbeitsagentur.de

Stand Februar 2006

Diese Broschüre ist zu beziehen über: ibro@arbeitsagentur.de gegen

eine Versandkostenpauschale von 2,50 € (bis zu 10 Exemplaren) oder

als Download unter: www.pakt-fuer-ausbildung.de.

 

Die Informationen der Paktpartner zum Ausbildungspakt können auf

den folgenden Internetseiten abgerufen werden:DIHK: www.pakt-sucht-partner.de

ZDH: www.zdh.de (> Bildung > Berufsbildungspolitik)

BDA: www.bda-online.de

(Themen > Bildungspolitik >Ausbildung)

BMWi: www.bmwi.de (>Ausbildung und Beruf>Ausbildungspakt)

BMAS: www.bmas.bund.de

(> Arbeit > Arbeitsmarktpolitik >Ausbildungspakt)

BMBF: www.bmbf.de (> Bildung >Ausbildungsoffensive)

BA: www.pakt-fuer-ausbildung.de

\Kriterienkatalog zur Ausbildungsreife, Auszug, LH 2006.doc